Post-EEG: Alles was du wissen musst

Post-EEG: Alles was du wissen musst 2560 1440 Kim-Louisa

Was ist eigentlich mit Post-EEG gemeint? 
Seit dem letzten Jahr wird dieses Thema immer häufiger diskutiert. Und auch für uns ist es gerade wichtiger denn je. Deswegen möchten wir euch in diesem Blogbeitrag mit allen Infos versorgen und so die Fragezeichen beseitigen.

Thomas‘ Solaranlage in Sachsen-Anhalt


WAS POST-EEG BEDEUTET 

„EEG“ steht für das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Dieses Gesetz beinhaltet die staatliche Förderung für den Bau und den Betrieb von Wind-, Sonnen- und Wasserenergie-Anlagen, die den Strom in das allgemeine Netz einspeisen. Diese staatliche Förderung erhält man 20 Jahre lang. Danach – und damit kommen wir zum „Post“ in Post-EEG – müssen die Betreiber*innen für alle Kosten selbst aufkommen. Da viele EE-Anlagen vor oder in 2000 in Betrieb genommen wurden, werden dieses Jahr also viele von dem Wegfall der Förderung betroffen sein. Was nicht nur ein großes Problem für die Betreiber*innen, sondern auch für unser Klima darstellt.

WER DAVON BETROFFEN IST

Davon betroffen sind erstmal alle Anlagen, die erneuerbare Energien erzeugen und vor 20 Jahren in Betrieb genommen wurden. Zu einem wirklichen Problem wird die Post-EEG-Situation aber vor allem für kleinere Unternehmen, Bauern und Privatpersonen, die solche Anlagen betreiben und ohne die staatliche Förderung keine Möglichkeit haben, diese weiter zu finanzieren und somit zurückbauen müssen. Denn die gesunkenen Preise an der Strombörse decken nicht mal annähernd die Betriebskosten wie Wartung, Reparaturen, technische Gutachten, kaufmännische und technische Betriebsführung, oder die Pacht der Flächen.  
Und das wird sich auch auf unser Klima auswirken. Denn 25% der bereits installierten Windkraftanlagen werden wir so bis 2025 verlieren, was etwa der Energie aus 4 Atomkraftwerken oder 5 großen Kohlekraftwerken entspricht! Ein besonders entscheidender Punkt hierbei ist auch, dass die EE-Anlagen mit 0,0% CO2-Emissionen klimaneutralen Strom erzeugen – im Gegensatz zu den Atom- und Kohlekraftwerken, die maßgeblich für den Klimawandel verantwortlich sind. Wir würden also erhebliche Rückschritte beim Erreichen unserer Klimaziele machen.

Ein Fun Fact zwischendurch, der gar nicht so funny ist: 
Nach Ergebnissen einer Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie muss der Zubau von Ökostromanlagen eigentlich noch viel mehr vorangetrieben werden. Wir benötigen in den nächsten 15 Jahren durchschnittlich 25-30 GW erneuerbare Energien zusätzlich, um unseren Strom fast komplett über Erneuerbare zu generieren. Parallel werden aber Post-EEG-Anlagen abgerissen, obwohl sie technisch noch einwandfrei sind und einen großen Beitrag zur Klimawende leisten könnten. Zudem kommen diese meist aus Bürgerhand und sind damit in die regionale Wertschöpfung eingebunden. Anlagen, die vor 20 Jahren gebaut wurden, sind außerdem bereits akzeptiert und werden nicht bekämpft, wie größere Projekte in der jüngsten Vergangenheit. 
So lange dafür keine wirtschaftliche Lösung gefunden wird, laufen wir also geradewegs in eine riesige Ökostromlücke rein, was eigentlich gar nicht passieren müsste.

Die Windanlage von Familie Lange in Kempen am Niederrhein


WAS UNTERNOMMEN WERDEN SOLL, UM
DIESEN PROBLEMEN ENTGEGENZUWIRKEN

Aktuellen Veröffentlichungen zum “EEG 2021” zufolge, haben Anlagenbetreiber momentan nur die Möglichkeit, einen sogenannten “Notgroschen” aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz zu bekommen, der eine komplizierte Berechnung zur Grundlage hat. Zusätzlich fällt dieser Betrag auch noch sehr gering aus: Der Anspruch kann maximal bei 1ct/kWh zusätzlich zum durchschnittlichen, monatlichen Strompreis an der Börse liegen. Alternativ müssten die Betreiber*innen Massen-Abnehmer wie große Energieversorger oder Industriekunden finden, wovon aber einige durch die wirtschaftliche COVID-19-Situation teilweise stillgelegt sind und somit keinen ausreichenden Strombedarf haben. Häufig kommt dann noch hinzu, dass der Strom an der Börse günstiger ist und dann leider Preis vor Klimaschutz kommt.

WIE JEDER KLIMARETTER SEIN KANN

Die betroffenen EE-Anlagen zu retten, ist eigentlich ganz einfach: mehr Ökostromkunden. Durch den direkten Verkauf an Endkunden sind die Betreiber*innen nämlich nicht von den Preisschwankungen an der Börse betroffen, haben also ein geringeres Absatzrisiko und müssen keinem Zwischenhändler Preisabschläge zahlen. 
Jeder kann also jetzt aktiv mit Stromkauf über enyway dazu beitragen, dass intakte Erneuerbare-Energien-Anlagen nicht abgerissen werden, was die betroffen Anlagenbetreiber*innen und damit das Erreichen unserer Klimaziele unterstützt.

Mitten in Berlin: Das Windrad von Ulf


WINDANLAGEN, DIE JETZT GERETTET WERDEN MÜSSEN

Wenn du noch auf der Suche nach dem richtigen Ökostrom für dein Zuhause oder Unternehmen bist, dann entscheide dich doch für eine unserer „Post-EEG-Anlagen“, und trage aktiv etwas zu der Klimawende bei.

Das Windrad Carl von Jens und Klaus: 
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Rik und Jens mit ordentlich Wind von Norderney: 
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Otto und Fritz mit ihrem grünen Strommix aus Sonne und Wind: 
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